People Pleaser und Sinnlosigkeit: Wenn du nicht weißt, was dich interessiert

Vielleicht fehlt dir nicht der Sinn in deinem Leben.
Vielleicht hast du nur so lange gelebt, was für andere Bedeutung hatte, dass du nicht mehr spürst, was dich selbst lebendig macht.
Viele People Pleaser können ziemlich genau sagen, was sie gut können, wofür andere sie schätzen und wo sie gebraucht werden. Doch auf die Frage „Was sind eigentlich deine Interessen?“ wissen sie plötzlich keine Antwort.
Nicht, weil sie keine Interessen haben. Sondern weil sie über lange Zeit gelernt haben, ihre Aufmerksamkeit nach außen zu richten.
Warum People Pleaser den Zugang zu ihren Interessen verlieren können
People Pleasing bedeutet nicht nur, häufig Ja zu sagen, besonders hilfsbereit zu sein oder Konflikte zu vermeiden.
Ein People Pleaser richtet sein Verhalten oft unbewusst danach aus, was andere Menschen brauchen, erwarten oder gutheißen. Die eigenen Wünsche werden dabei nicht immer bewusst unterdrückt. Häufig sind sie schlicht kaum noch wahrnehmbar.
Die entscheidenden Fragen lauten dann nicht mehr:
Was macht mir Freude? Was zieht mich an? Was möchte ich ausprobieren?
Stattdessen fragst du dich:
Was ist sinnvoll und vernünftig?
Was bringt mir oder anderen etwas?
Was passt zu dem Bild, das andere von mir haben?
Womit enttäusche ich niemanden?
Wofür bekomme ich Anerkennung?
Was muss ich tun, damit die Verbindung bestehen bleibt?
So kann es passieren, dass du hauptsächlich das verfolgst, was nützlich, produktiv oder vorzeigbar ist. Interessen, die keinen offensichtlichen Zweck erfüllen, erscheinen dir dagegen schnell albern, unrealistisch oder wie verschwendete Zeit.
Was People Pleasing genau bedeutet, wie es entsteht und woran du es im Alltag erkennst, beschreibe ich ausführlich in meinem Grundlagenartikel: People Pleaser: Warum du dich anpasst, obwohl du spürst, dass etwas nicht stimmt
Wenn dein Leben gefüllt ist und sich trotzdem leer anfühlt
Das Leben eines People Pleasers kann von außen betrachtet sehr gefüllt sein: Arbeit, Beziehungen, Verantwortung, Verabredungen, Probleme anderer Menschen und die ständige Arbeit an sich selbst.
Und trotzdem kann sich alles seltsam leer oder sinnlos anfühlen.
Denn beschäftigt zu sein bedeutet nicht automatisch, sich lebendig zu fühlen. Du kannst den ganzen Tag etwas leisten, organisieren und erledigen – und dich am Abend trotzdem fragen, wofür du das alles eigentlich machst.
Vielleicht erkennst du dich darin wieder:
Du interessierst dich für das, was dein Partner oder deine Freundinnen interessiert, und bemerkst kaum, ob es wirklich deins ist.
Du beginnst etwas, verlierst aber die Motivation, sobald niemand es sieht, lobt oder braucht.
Du verwirfst Interessen, weil sie nicht vernünftig, produktiv oder erfolgversprechend erscheinen.
Freie Zeit fühlt sich nicht erholsam, sondern leer an, weil niemand etwas von dir braucht.
Du suchst nach deiner großen Berufung, kannst aber die kleinen Impulse deiner Neugier kaum wahrnehmen.
Du hältst dich für antriebslos, obwohl du eigentlich davon erschöpft bist, so lange nach fremder Relevanz gelebt zu haben.
People Pleasing kann deshalb nicht nur zu Überforderung und fehlenden Grenzen führen. Es kann auch eine tiefe innere Leere erzeugen: Du funktionierst in deinem Leben – aber du findest dich selbst kaum darin wieder.
Gebraucht zu werden ist nicht dasselbe wie Sinn
People Pleaser erleben Bedeutung häufig darüber, dass sie für andere wichtig sind.
Sie helfen, übernehmen Verantwortung, regulieren Stimmungen, lösen Probleme und halten Beziehungen, Familien oder ganze Arbeitssysteme am Laufen. Dabei entsteht zumindest vorübergehend das Gefühl, eine Aufgabe und einen Platz zu haben.
Wenn du beginnst, damit aufzuhören, entsteht deshalb nicht automatisch sofort Freiheit. Manchmal entsteht zunächst eine Lücke.
Du wirst weniger gebraucht – oder machst dich selbst nicht mehr unentbehrlich. Das Alte trägt dich nicht mehr. Aber das Eigene ist noch nicht deutlich genug spürbar.
Dann beginnt diese unangenehme Zwischenphase:
Ich möchte nicht mehr für alle funktionieren. Aber ich weiß noch nicht, wofür ich morgens eigentlich aufstehen möchte.
Diese Leere muss kein Zeichen dafür sein, dass mit dir etwas nicht stimmt. Sie kann ein Übergang sein: Das Leben, das sich an anderen orientiert hat, verliert seine Bedeutung. Dein eigenes Leben konnte jedoch noch nicht ausreichend Gestalt annehmen.
Womit ich lange versucht habe, die Leere zu füllen
Wenn ich früher gefragt worden wäre, was mich interessiert oder was ich gerne mache, hätte ich darauf wahrscheinlich keine wirkliche Antwort gehabt.
Mein Leben drehte sich lange um Partys und Männer. Aber nicht, weil darin meine eigentlichen Interessen lagen. Es war vielmehr die Welt, in der ich früh gelernt hatte, mich zurechtzufinden.
Auf Partys wusste ich, wie ich meine Maske aufsetzen musste. Ich konnte wahrnehmen, was gefragt war, mich entsprechend zeigen und diese Fähigkeit gezielt einsetzen, um das zu bekommen, wonach ich suchte: Aufmerksamkeit, Bestätigung, Intensität – und schließlich den nächsten Mann.
Das klingt aus heutiger Sicht vielleicht hart. Ich schaue darauf jedoch nicht mit Verachtung, sondern mit sehr viel Mitgefühl. Denn heute verstehe ich, wonach ich eigentlich gesucht habe.
Ich wollte die Lücke füllen. Ich wollte mich lebendig, begehrt und verbunden fühlen. Gleichzeitig ließ ich kaum jemanden wirklich nah an mich heran. Ich suchte Verbindung in einer Form, in der ich mich zeigen konnte, ohne mich in meiner Verletzlichkeit wirklich zeigen zu müssen.
Mein Nervensystem war stark dysreguliert. Mein Erleben war geprägt von Hochs und Tiefs, innerer Unruhe, depressiven Episoden, Promiskuität, Drama, fahrlässigem Verhalten, Substanzmissbrauch.
Nicht Sexualität oder wechselnde Kontakte waren an sich das Problem. Entscheidend war, welche Funktion sie für mich hatten: Sie erzeugten vorübergehend Intensität und überdeckten die Leere – aber sie schufen nicht die Nähe und Sicherheit, nach der ich mich eigentlich sehnte!
Wenn die Aufregung vorbei war, kamen die Langeweile, die Leere und die Sinnlosigkeit zurück.
Und mit ihnen immer wieder die Frage:
Was mache ich eigentlich mit meinem Leben?
Ein Teufelskreis.

Meine Interessen waren nicht verschwunden
Heute weiß ich, dass mir nicht grundsätzlich die Interessen fehlten. Ich hatte den Zugang zu meiner eigenen Lebendigkeit verloren.
Als Kind war ich unglaublich kreativ. Ich habe gemalt, gelesen und gebastelt. Ich war in der Natur, im Matsch und im Wald unterwegs, habe Bretterbuden gebaut und das Haus meiner Oma in ein Hotel verwandelt.
Ich weiß, dass eine Kindheit mit solchen Freiräumen ein Luxus ist, den nicht jeder Mensch erleben durfte. Für mich zeigt die Erinnerung daran jedoch etwas Wichtiges: Meine Fantasie, meine Neugier und meine Freude am Gestalten waren einmal ganz selbstverständlich da.
Sie waren nicht verschwunden. Sie waren unter Anpassung, Dysregulation und der ständigen Suche nach etwas im Außen nur kaum noch erreichbar.
Von unsicherer Bindung zu mehr innerer Sicherheit
Irgendwann habe ich diese alte Welt verlassen. Nicht, weil ich sie oder mein früheres Ich verurteile. Sondern weil ich so sehr darunter gelitten habe, dass es beinahe keine andere Möglichkeit gab, als mir ein anderes Leben aufzubauen. Ich wollte, weil es so schmerzhaft war.
Seitdem arbeite ich mich durch meine unsicheren Bindungsmuster hindurch und habe mich Schritt für Schritt mehr und mehr in Richtung sicherer Bindung bewegt: zu anderen Menschen, aber vor allem auch zu mir selbst.
Durch Nervensystemregulation und intensive Ressourcenarbeit habe ich begonnen, mir Freude, Interessen und echte Lebendigkeit zurück in mein Leben zu holen. Nicht in einem einzigen großen Wendepunkt, sondern nach und nach.
Ich lernte, mich nicht mehr nur über Aufregung, Begehren oder die Aufmerksamkeit eines anderen Menschen lebendig zu fühlen. Ich entdeckte, was mich von innen heraus interessiert. Was mich nährt. Welche Menschen mir guttun. Was mein Herz berührt. Was mir gleichzeitig Freude und Stabilität gibt.
Und dieser Prozess geht immer weiter.
Meine Ausrichtung ist heute, mein Leben nur noch mit Dingen zu füllen, die mir wirklich Freude machen: Hobbys und Interessen, gute Menschen, Kreativität, Natur, echte Nähe und alles, was mein Herz nährt.
Nicht als unrealistische Forderung, nur noch angenehme Dinge zu tun. Sondern als bewusste Bewegung:
Schritt für Schritt mehr von dem in mein Leben zu holen, was mich nährt, reguliert und lebendig macht.
Denn es reicht nicht, die alten Strategien loszulassen. Wir brauchen auch neue, korrigierende Erfahrungen, die den entstandenen Raum füllen – und die unserem Nervensystem zeigen, dass Lebendigkeit nicht nur durch Intensität entsteht und Verbindung nicht bedeutet, sich selbst zu verlassen.
Zudem dürfen wir unserem Nervensystem die Zeit geben zu verstehen, dass diese neue Art von Lebendigkeit und Interessen nicht langweilig sind, sondern sich unser System erst einmal daran gewöhnen darf, sich Lebendigkeit aus nachhaltigen Quellen zu ziehen.
Warum es nicht reicht, sich einfach ein Hobby zu suchen
Wenn du dich leer und antriebslos fühlst, klingt der Ratschlag oft simpel:
Such dir ein Hobby, geh raus oder unternimm etwas Schönes.
Haha. Süß. Wenn du in Funktionsmodus lebst bzw. lange im Funktionsmodus gelebt hast, kannst du dir das nicht auf Knopfdruck herbeizaubern. Ich würde gerne was anderes sagen, aber das ist kontinuierliche Arbeit, die Durchhaltevermögen erfordert. Vielleicht bist du schnell entmutigt, vielleicht kennst du das:
Du beginnst etwas und erwartest, dass es sich sofort richtig und großartig anfühlt
Es nervt dich, dass du nicht direkt gut darin bist und redest dir ein, dass du es eh nicht kannst und nie hinkriegen wirst
Du bist schnell entmutigt gibst auf und fällst ins nächste Loch, weil es nicht so ist wie erwartet oder in deiner Vorstellung ausgemalt
Du fragst dich schon nach kurzer Zeit, was das Ganze bringen soll und stellst den Sinn direkt in Frage
Deshalb geht es nicht darum, die Leere möglichst schnell mit neuen Aktivitäten zu füllen. Es geht darum, deine Fähigkeit zu stärken, Interesse, Freude, Neugier und Verbundenheit überhaupt wieder wahrzunehmen.
Das kann bedeuten:
etwas auszuprobieren, ohne gut darin sein zu müssen,
einem kleinen Impuls zu folgen, ohne das Ergebnis zu kennen,
Zeit mit Menschen zu verbringen, bei denen du keine Rolle erfüllen musst,
Erfahrungen zu wiederholen, die deinem Körper guttun,
Langeweile nicht sofort mit neuer Intensität zu überdecken,
und Freude nicht direkt in Leistung, Arbeit oder ein neues Projekt zu verwandeln.
Ein Interesse muss nicht sinnvoll, produktiv oder verwertbar sein.
Interessen sind Bewegungen deiner Lebendigkeit
Interessen sind keine unwichtige Freizeitbeschäftigung. Sie können kleine Bewegungen deiner eigenen Lebendigkeit sein:
Da will etwas in mir hin. Das möchte ich anfassen, lernen, erforschen, gestalten oder erleben.
Für einen People Pleaser kann es ungewohnt oder sogar bedrohlich sein, diesen Impulsen zu folgen. Denn ein eigenes Interesse beansprucht Zeit, Raum und Aufmerksamkeit. Etwas, das ein People Pleaser schwierig für sich selbst beanspruchen kann. Zunächst.
Du musst deshalb nicht sofort deine große Leidenschaft oder Lebensaufgabe entdecken. Beginne kleiner:
Wobei werde ich neugierig, auch wenn es keinen Nutzen hat?
Was würde ich ausprobieren, wenn ich darin nicht gut sein müsste?
Womit beschäftige ich mich, wenn niemand zuschaut?
Was mochte ich, bevor ich gelernt habe, mich dafür zu bewerten?
Welche Erfahrung wünsche ich mir, auch wenn niemand mitkommt?
Welche Menschen geben mir das Gefühl, mehr ich selbst sein zu können?
Wo spüre ich ein leises inneres Ja?
Wie Ressourcenarbeit gegen Leere und Sinnlosigkeit helfen kann
Ressourcen sind Menschen, Orte, Erfahrungen, Erinnerungen oder Tätigkeiten, die dir Zugang zu Sicherheit, Kraft, Freude, Ruhe oder Lebendigkeit ermöglichen.
Dabei ist nicht automatisch eine Ressource, was theoretisch entspannend oder gesund sein soll. Entscheidend ist, ob es dich tatsächlich erreicht, berührt, nährt.
Ein Spaziergang kann für eine Person regulierend sein und für eine andere nur eine weitere Aufgabe auf der To-do-Liste.
Kreativität - malen, Makramee, pflanzen - kann Freude auslösen – oder Leistungsdruck.
Kontakt kann nähren – oder dazu führen, dass du dich erneut anpasst.
Ressourcenarbeit bedeutet deshalb, sehr individuell herauszufinden:
Was unterstützt wirklich mein Nervensystem?
Was lässt mich bei mir ankommen?
Was nährt mein Herz?
In meiner Arbeit verbinde ich dabei drei Perspektiven:
Traumasensibles Coaching
Wir erkennen, wann Interessen, Entscheidungen und Lebensentwürfe durch Anpassung, Bindungsangst oder die Angst vor Ablehnung geprägt werden. Du lernst, zwischen einem echten inneren Impuls und einer alten Überlebensstrategie zu unterscheiden.
Mediale Seelen- und Heilarbeit
Wir richten den Blick auf das, was dich auf einer tieferen Ebene bewegt und ruft – jenseits von Erwartungen, Rollen und Verwertbarkeit. Es geht darum, den Kontakt zu deiner Intuition und deiner inneren Wahrheit wieder zu stärken.
Nervensystem- und Körperarbeit
Wir arbeiten daran, Sicherheit, Freude, Nähe und Lebendigkeit nicht nur gedanklich zu verstehen, sondern körperlich erfahrbar zu machen. Denn auch Freude, Sichtbarkeit und echte Verbindung können sich zunächst unsicher anfühlen, wenn Anpassung lange Schutz bedeutet hat.
People Pleasing, Einsamkeit und fehlender Lebenssinn
People Pleasing kann dazu führen, dass du dich gleichzeitig nach Nähe sehnst und dich in Beziehungen nicht wirklich zeigst.
Andere Menschen erleben deine Hilfsbereitschaft, deine angenehme Art oder die Version von dir, die sich gut anpassen kann. Du selbst bleibst dabei jedoch häufig hinter dieser Maske verborgen.
So kannst du mit anderen zusammen sein und dich trotzdem einsam fühlen.
Wenn du weder in deinen Beziehungen noch in dem, was du täglich tust, wirklich vorkommst, entsteht nicht nur Unverbundenheit mit anderen. Du kannst dich zunehmend auch von deinem eigenen Leben abgeschnitten fühlen.
Diesen Zusammenhang vertiefe ich in meinem Artikel People Pleaser und Einsamkeit: Warum
du dich auch mit anderen allein fühlst

Goodbye People Pleaser: Was dein eigenes Leben wieder füllen darf
Genau darum geht es auch in meinem 12-wöchigen 1:1-Programm Goodbye People Pleaser.
Das Programm ist für dich, wenn du einen Weg aus Leere, Sinnlosigkeit und Langeweile suchst getreu dem Motto welcome to myself.
In dem Programm geht es nicht nur um Grenzen oder Bedürfnisse, sondern auch um Ressourcen, die dich wirkich nähren und Nervensystemregulation, die dir wirklich gut tut. Wir erarbeiten, wie du mehr Freude, Interesse und nährende Erfahrungen in dein Leben holst.
Denn was geschieht mit dem Raum, der entsteht, wenn du dich nicht mehr permanent mit den Bedürfnissen, Stimmungen und Problemen anderer beschäftigst?
Dieser Raum darf mit mit dir gefüllt werden:
mit eigenen Interessen,
guten Menschen,
Kreativität,
Natur,
echter Verbindung und
Dingen, die dein Herz nähren.
Ich weiß, das kann überfordern, Angst machen und spooky sein - auch wenn es deine große Sehnsucht ist. Denn am Ende sehnen wir uns alle nach etwas und meist ist es die Verbindung zu uns selbst.
Raus aus Einsamkeit, Sinnlosigkeit und Leere. Nicht durch die nächste Ablenkung, sondern durch eine tiefere Verbindung mit dir selbst. Finde, was dich wirklich erfüllt, dir Freude bereitet und dein herz berührt.
In Goodbye People Pleaser begleite ich dich dabei, dich nicht nur aus alten Anpassungsmustern herauszulösen, sondern dir Schritt für Schritt ein Leben aufzubauen, in dem du selbst tatsächlich vorkommst.
Häufige Fragen zu People Pleasing und Sinnlosigkeit
Warum wissen People Pleaser häufig nicht, was sie interessiert?
People Pleaser richten ihre Aufmerksamkeit oft stark auf die Bedürfnisse, Erwartungen und Reaktionen anderer Menschen. Dadurch werden eigene Impulse weniger wahrgenommen oder früh danach bewertet, ob sie sinnvoll, nützlich und akzeptabel sind.
Kann People Pleasing zu innerer Leere führen?
Ja. Wenn Entscheidungen überwiegend aus Anpassung, Angst vor Ablehnung oder dem Wunsch, gebraucht zu werden, entstehen, kann sich das eigene Leben trotz vieler Aktivitäten leer oder fremd anfühlen. Innere Leere kann jedoch unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht automatisch auf People Pleasing zurückzuführen.
Warum fühlt sich freie Zeit für People Pleaser manchmal sinnlos an?
Wenn ein Mensch seinen Wert lange aus Leistung, Hilfsbereitschaft oder dem Gebrauchtwerden bezogen hat, fehlt in freier Zeit zunächst diese vertraute Orientierung. Ruhe kann sich dann nicht erholsam, sondern leer, unruhig oder bedeutungslos anfühlen.
Wie finde ich heraus, was mich wirklich interessiert?
Beginne nicht mit der Suche nach deiner großen Berufung. Beobachte kleine Momente von Neugier, Freude und körperlicher Lebendigkeit – besonders bei Dingen, die keinen Zweck erfüllen und niemandem gefallen müssen.
Was haben Interessen mit dem Nervensystem zu tun?
Ein dauerhaft gestresstes oder dysreguliertes Nervensystem ist häufig mit Schutz, Orientierung an Gefahren und dem Bewältigen des Alltags beschäftigt. Für Neugier, Kreativität und spielerisches Ausprobieren steht dann möglicherweise weniger Kapazität zur Verfügung. Regulation und Ressourcenarbeit können dabei helfen, diese Erfahrungsräume wieder zugänglicher zu machen.
Hilft ein neues Hobby gegen Sinnlosigkeit?
Ein Hobby allein löst nicht automatisch das Gefühl von Sinnlosigkeit. Hilfreicher kann es sein, ohne Leistungsdruck zu erforschen, welche Tätigkeiten, Menschen und Erfahrungen dich wirklich erreichen, nähren und lebendig werden lassen.



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